15.01.2018

AluFormPlus-Gehäuse von ROSE Systemtechnik macht INDUK-Messgerät fit für die Zukunft

Facelift für einen Klassiker

Das Mechanische Verschluss-Drehmomentmessgerät MVD von INDUK hat sich über viele Jahre in der Industrie bewährt. Weil das bisher verwendete Metallgehäuse nur noch als kostenintensive Sonderanfertigung erhältlich war, hat sich der Hersteller nach einer modernen und trotzdem preiswerten Alternative umgesehen – und wurde bei ROSE Systemtechnik fündig.

INDUK beschäftigt sich – neben serienmäßigen Kraftsensoren und Drehmomentaufnehmern für die industrielle Anwendung – mit der Entwicklung und Fertigung applikationsspezifischer Lösungen, die den unterschiedlichsten Anforderungen gerecht werden. Zusätzlich hat der Hersteller sein Produktprogramm im Verlauf der Jahre durch kundenspezifische Kraft- und Drehmomentprüfstände erweitert. Dank umfassender Kenntnisse auf diesen Gebieten ist der Hersteller in der Lage, kurzfristig und dabei trotzdem kostengünstig auch kleine Stückzahlen von Sonderversionen zu fertigen. In der Wägetechnik bietet INDUK im Bedarfsfall ebenfalls Sonderbauformen an, aber vor allem eine komplette Lösung, bestehend aus einer oder mehreren Wägezellen, Einbauteilen, Elektroniken, Software und Inbetriebnahme.

Die Induk GmbH entstand im Oktober 1998, indem Teilbereiche der Firma Erichsen Prüftechnik Wuppertal GmbH durch mehrere Belegschafter aus der amerikanischen Firmengruppe Ametek heraus gekauft wurden. Das neugegründete Unternehmen nahm am 1. Januar 1999 das operative Geschäft auf und übernahm alle Mitarbeiter der ehemaligen Firma Erichsen/Wuppertal aus dem Bereich DMS-Sensorik.

Da die Raumverhältnisse am Standort Deutscher Ring mit der Zeit zu klein wurden, stand im Dezember 2008 ein Umzug in großzügiger gestaltete und modernere Räume im neuen Firmensitz Giebel 30 in Wuppertal an. Dies stellte sicher, dass sich das Unternehmen kontinuierlich weiterentwickeln konnte. Heute schätzen die Kunden an INDUK, dass ihnen stets kompetente Ansprechpartner zur Verfügung stehen, die alle über langjährige Erfahrungen in den genannten Geschäftsbereichen verfügen.

Verschluss-Drehmomentmessgerät für verschiedene Anwendungen

Eines der wichtigsten Produkte von INDUK ist das mechanische Verschluss-Drehmomentmessgerät MVD. Dieses ist seit vielen Jahren in der Industrie etabliert und dient dazu, Öffnungskräfte an Gebinden mit Schraubverschluss zu messen. Das Gerät ermöglicht das Messen, Prüfen und Kontrollieren von Auf- und Abschraubmomenten an Flaschen, Gläsern und Dosen, die Bestimmung der Drehmomente von Schraub- und Steckverbindern sowie die Bestimmung der Torsion in Federn.

Die zu prüfenden Teile werden in ein Spezialfutter eingesetzt. Dessen Spannbereich reicht dank eines zusätzlichen Einsatzes von 7 bis 140 mm Durchmesser. Die ermittelten Momente lassen sich auf einer Messuhr mit 72 mm Skalendurchmesser ablesen. Ein integrierter Schleppzeiger zeigt die Messwerte direkt in – beispielsweise – Ncm an und ist mit einem Rückstellknopf versehen. Hauptsächlich kommt das Messgerät in der Getränkeindustrie zum Einsatz, aber auch in der Chemie- und Pharmabranche. Teilweise sind selbst Baugruppen- und Teileprüfungen mit dem MVD möglich.

Seit Jahren in unterschiedlichen Branchen bewährt

„Geräte dieser Art werden bereits seit den 1950er Jahren hergestellt“, sagt Dennis Weber, bei INDUK zuständig für die Mechanische Fertigung und Materialbeschaffung. Seitdem habe sich bei neueren Ausführungen einzig die Bauteilaufnahme – also der Schraubstock – entscheidend geändert. „Wie bei vielen Geräten unseres Sortiments gab es auch hiervon diverse kundenspezifische Ausführungen.“ Da das MVD in letzter Zeit technisch und optisch etwas in die Jahre gekommen war, war es nun Zeit für eine umfassende Überarbeitung.

Um den Belastungen der Prüfungen gewachsen zu sein, ist die Mechanik des Messgeräts in einem Metallgehäuse untergebracht, welches auf Gummi-Aufstellfüßen steht. „Das bisher verwendete Gehäuse war leider nur noch als Sonderfertigung zu enorm hohen Preisen lieferbar. Die ‚Ersatzbauform’ bei Standard-Gehäusen, die unsere Mechanik aufnehmen kann, war insgesamt viel zu groß und optisch ungeeignet“, erklärt Weber. Daher begaben sich die Experten von INDUK auf die Suche nach einem alternativen Metallgehäuse, das sich für ein Facelift des MVDs eignen würde. „Bei unserer Recherche schien uns das AluFormPlus-Gehäuse von ROSE Systemtechnik sehr geeignet. Der erste Versuch bestätigte dies auch“, erzählt Weber.

AluFormPlus: Robust, ergonomisch und modern

Die Aluminiumgehäuse-Serie AluFormPlus weist eine besonders robuste Bauweise auf und eignet sich damit für eine Vielzahl von Anwendungen – auch in anspruchsvollen Arbeitsumgebungen. Es verfügt über eine hochwertige Aluminiumlegierung und ist dank Schutzart IP 66 staubdicht und gegen starkes Strahlwasser geschützt. Auf Anfrage lassen sich nach einem Test im unternehmenseigenen Prüflabor noch höhere Schutzklassen realisieren. Für Anwendungen im Außenbereich bietet ROSE Systemtechnik zudem an, eine seewasserbeständige Beschichtung anzubringen, die zusätzlichen Schutz gegen Korrosion bietet. Weiterhin weisen die AluFormPlus-Gehäuse eine Schlagfestigkeit von sieben Joule nach EN 60079-0 auf. Je nach verwendeter Dichtung (Polyurethan, Chloropren oder Silikon) lässt sich AluFormPlus in einem Temperaturbereich von -60 bis +130 °C einsetzten.

Das standardmäßig integrierte Deckel-Scharnier erlaubt es dem Anwender, die Elektronik bzw. Mechanik im Inneren des Gehäuses komfortabel zu erreichen: Der Deckel lässt sich einfach öffnen, ist durch das Scharnier aber unverlierbar mit dem Unterteil verbunden. Eine rechteckige Dom-Anordnung in Unterteil und Deckel erlaubt es, Leiterplatten ohne zusätzliche Bearbeitung einzubauen. Weiterhin befinden sich im Unterteil Befestigungsstege für den Einbau von Tragschienen. Das Aluminium-Druckgussgehäuse bietet rundum großzügige Montageflächen für Kabelverschraubungen beziehungsweise elektromechanische Komponenten. In den vertieften Stirnflächen finden empfindliche Einbauten zusätzlichen Schutz. Der Deckel des AluFormPlus eignet sich hervorragend zur Aufnahme von Folientastaturen oder Touchscreens.

Trotz der robusten Bauweise bietet AluFormPlus ein ansprechendes Erscheinungsbild. Das Designprofil verdeckt die Deckelschrauben, sodass das Gehäuse wie aus einem Guss wirkt. Dank der neutralen Farbgebung (Gehäuse RAL 7035, lichtgrau; Profile RAL 7015, schiefergrau) lässt sich AluFormPlus sehr gut an alle Maschinen integrieren. Zudem bietet ROSE Systemtechnik seinen Kunden an, das Gehäuse und die Abdeckprofile in spezifischen Sonderfarben zu gestalten, um dem individuellen Corporate Design des Unternehmens zu entsprechen.

Preiswerter als die alte Lösung

Mit den Produkten von ROSE Systemtechnik hatte Dennis Weber bereits in der Vergangenheit sehr gute Erfahrungen gemacht: Für kundenspezifische Anwendungen setzt INDUK bereits seit längerem verschiedene Profitronic- und Alu-Standardgehäuse ein. Weber lobt die gute Passgenauigkeit, die lange Lieferfähigkeit, die Robustheit sowie das praxisgerechte Zubehör der ROSE-Produkte. Auch mit dem AluFormPlus-Gehäuse ist man bei INDUK sehr zufrieden. Mitentscheidende Aspekte zugunsten der AluFormPlus-Gehäuse für das Verschluss-Drehmomentmessgerät seien die zweifarbige Ausführung, die mechanische Bearbeitung mit allen benötigten Durchbrüchen sowie der niedrige Preis im Vergleich zum bisher verwendeten Gehäuse. Einzig das Scharnier sei für die Einsatzzwecke des Verschluss-Drehmomentmessgerätes ungeeignet, weshalb INDUK in Zukunft beidseitig Schnappabdeckungen einsetzen will, so Weber.

Mit der bisherigen Zusammenarbeit mit ROSE Systemtechnik ist man bei INDUK voll zufrieden. Weber hebt hervor, dass die Preise stets konkurrenzfähig und der technische Ansprechpartner über Jahre derselbe geblieben sei. Daher wolle man auch bei zukünftigen Projekten weiterhin eng mit dem Gehäusespezialisten aus Porta Westfalica zusammenarbeiten.



Anwendungsbericht - AluFormPlus-Gehäuse macht INDUK-Messgerät fit für die Zukunft